Schalenanemometer – Windmesser

Weil so ein Schalenanemometer schön anzuschauen ist wollt ich mir eins selber bauen.
Das größte Problem sind eigentlich die Schalen bzw. die Flügel. Mein erster Gedanke war das Flügelrad von Windmessern als Ersatzteil zu kaufen und nur die Lagerung zu bauen.
Leider ist die Auswahl an diesen Flügelrädern, vorsichtig gesagt, überschaubar. Es gib schon welche, die sind jedoch entweder teuer oder relativ klein (maximal 15cm).

Also bleibt nur der komplette Selbstbau. Auf der Suche nach passenden Halbschalen bin ich am Ende bei diesen Halbkugelformen aus dem Küchenbereich gelandet. Eigentlich gedacht um z.B. Reis schön anzurichten haben die Halbschalen mit 8cm einen schönen Durchmesser.

Für die Verbindung zwischen den Schalen und der Lagernabe habe ich aus dem Baumarkt eine 5mm Aluminiumstange besorgt und beidseitig ein Gewinde aufgeschnitten. Zum Glück sieht mein Ausbilder die Gewinde nicht, Qualität sieht anders aus.

Als Lagernabe fand sich im Fundus nicht passendes was man umbauen hätte können.
In einer anderen Bastelanleitung hat jemand einfach ein Rohr genommen und die Kugellager eingedrückt. Für meine Kugellager war aber kein passendes Rohr vorhanden.
Also wurde aus einem Aluminiumgrundmaterial kurzerhand die Lagernabe gefertigt. Hinten und vorne kommen die Kugellager rein und am Umfang sind die drei Gewinde jeweils 120° versetzt.

Die verwendeten Kugellager sind mit einer Dichtscheibe das kein Wasser eindringen kann.

Nachdem die Kugellager mit dem Schraubstock eingepresst waren kamen die Verbindungsstangen dran. Diese werden in die Nabe eingeschraubt und mit einer flachen Mutter gekontert. Die Schalen werden ebenfalls mit einer flachen und einer Hutmutter befestigt/gekontert.
Damit sich alles möglichst reibungsarm drehen kann kommt noch ein Schuss Öl auf alles was sich bewegt.

Nun muss das ganze irgendwie befestigt werden. Als einfache und stabile Lösung haben sich ein paar Muttern in einem Vierkantrohr herausgestellt.
Hierzu habe ich 2 Muttern seitlich leicht befeilt das sie unter Zuhilfenahme eines Hammers in ein Vierkantrohr passen. So konnte ich dann die Lagernabe mit einer langen Schraube und einer Kontermutter am „Mast“ befestigen.

Um stehendes Regenwasser oben auf der Lagenabe zu verhindern habe ich mit dem 3D Drucker noch eine kleine Kappe gedruckt und in den Schraubenkopf gedrückt.

Das Schalenanemometer ist für den einfachen Aufbau sehr leichtgängig geworden und dreht sich schon bei geringem Wind.

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