Der Regenbogentisch

Nachdem das mit der Regenbogenwippe so gut geklappt hat wurde beschlossen im Wohnzimmer den ollen, in die Jahre gekommenen IKEA Lack Tisch rauszuwerfen und selbst einen zu bauen. Designtechnisch angelehnt an die Wippe sollen oben wieder Bretter in den Regenbogenfarben die Tischfläche bilden und zum Schutz kommt noch eine Glasplatte drauf.

Materialliste:
• 2 Latten Fichtenholz, 240 x 9,6 x 1,9 cm, ~30€ (für den Transport zersägt) für die Deckbretter
• 2 Latten für die Querverbindung
• 2 Balken, 5,4 x 5,4 cm als Füße
• 2 Aluwinkel
Ausserdem braucht man noch
• Schrauben
• je nach Wunsch Farben* (∼17€), Klarlack ca. 0,5 Liter und Pinsel
• Schleifpapier
• Werkzeug

*Der Tisch ist zwar kein Spielzeug aber trotzdem kommen auch hier unbedenkliche Farben zum Einsatz. Von der Regenbogenwippe ist noch was von diesen Lebensmittelfarben aus Amazon übrig. Angemischt/verdünnt werden die Farben mit Isopropanol, das gibt es im Farb-Fachhandel oder auch in Apotheken. Je nach Mischungsverhältnis von Farbe(n) und Isopropanol lassen sich verschiedene Farbnuancen herstellen.
Den Klarlack habe ich im örtlichen Baumarkt geholt, hier wollte ich eine kurze Beratung um nichts falsches zu kaufen.

Deckbretter:
Aus den Fichtenlatten wurden mit der Kreissäge 10 Bretter mit knapp 60cm Länge geschnitten.
Mit der inzwischen lieb gewonnenen Oberfräse habe ich überall einen Radius angebracht und mit Schleifpapier kurz nachgearbeitet.

Füße:
Für die Füße werden die 54mm starken Balken auf Läge gesägt und die Oberfläche mit dem Schleifpapier geglättet. Da die Balken schon eine große Fase an den Kanten haben braucht man hier nichts mehr zu bearbeiten.

Querverbindung:
Die Balken für die Querverbindung bilden mit den Füßen einen Rahmen der die Stabilität bringt und zudem die Deckbretter trägt. Das Holz wird auf Länge gesägt und die Kanten leicht mit dem Schleifpapier abgerundet.

Die Befestigung der Deckbretter soll man am fertigen Tisch nicht sehen. Damit das Ganze trotzdem gut hält kommen an alle Querverbindungen schmale L-Leisten aus Alu. Das gibt dem Tisch noch mehr Steifigkeit und mit der Leiste lassen sich die Deckbretter unsichtbar von unten anschrauben.

Ablagefach:
Unter dem Tisch muss noch ein Ablagefach hin. Dafür gabs im Baumarkt eine flache Platte die mit Winkeln und kurzen Schrauben an den Füßen befestigt wird.

Lackieren:
Bevor man zu Streichen anfängt sollte man die Bauteile sichten und entscheiden welche Seite die Sichtseite werden soll denn unschöne Maserungen oder Fehler im Holz muss man dann immer anschauen.
Die Farben werden miteinander und/oder mit Isopropanol vermengt um die verschiedenen Farbennuancen zu bekommen. Für das Anmischen der Farben reichen Joghurtbecher da nicht viel Farben pro Brett gebraucht wird.

Da der Tisch bestimmt mal ein feuchtes Tuch sieht oder sonst wie naß wird muss die Farbe geschützt werden, diese ist nämlich wasserlöslich. Zur Versiegelung der Oberfläche kommt Klarlack drauf. Der Klarlack ist speziell für Spielzeug (speichelecht usw.) geeignet und wird dünn mit dem Pinsel aufgetragen. Durch den ersten Anstrich saugt sich das Holz voll und wird rau, deswegen muss nach dem Trocknen mit einem feinen Schleifpapier (ab 240er Körnung) sachte nachgeschliffen werden.
Nach dem zweiten Anstrich ist vom Schleifen nichts mehr zu sehen, die Oberfläche schön glatt und die Farbe geschützt.
Obacht: Beim zweiten Anstrich sammelt sich der Farbstaub vom Schleifen am Pinsel. Hier sollte entsprechend der Farben von hell nach dunkel gestrichen bzw. der Pinsel ausgewaschen werden.

Zusammenbau:
Die Querleisten werden mit Eckwinkeln miteinander und dem Balken verschraubt. Um zusätzliche Stabilität zu bekommen werden die Querleisten und die Fußbalken mit 6mm Holzdübeln verdübelt. Dazu habe ich aus einem Holzrest eine Schablone angefertigt um immer den gleichen Abstand nach aussen zu haben. Für die Dübel wird zuerst eine Seite mit dem passenden Bohrer (hier ø6mm) angebohrt und zum Übertragen der richtigen Position ein Kupferknopf mit Spitze eingesetzt. Danach die Leiste mit der Schablone ausrichten und die Kupferspitze in das Gegenstück drücken. Nun hat man den exakten Mittelpunkt der zweiten Bohrung. Danach werden die Dübel mit Holzleim eingeklebt und alles zusammengesteckt.

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